• SV Three Little Birds

Yippie, Atlantiküberfahrt geschafft!

Aktualisiert: 13. Jan 2020



So sehen glückliche Atlantikbezwinger aus!

Nach unglaublichen 12 Tagen und 15 Stunden wieder fester Boden unter den Füßen, was anderes als nur Wasser, ist die Welt wieder da (oder besser WIR wieder da?), erreichen wir Grenanda.


Unsere Birdy hatte es echt eilig über den Atlantik und hat die 2150 Seemeilen beinah in Rekordzeit geschafft!

Der Wind blies, manches Wellental schoss er uns wie einen Pfeil bergab ( unfreiwilliger high speed 15,6 Knoten ! ), aber Material und Mannschaft hielten stand und da sind wir jetzt, glücklich und müde in der Karibik!


Was war los an Bord?


Dauerbrenner Seekrankheit.

Die ersten beiden Tage hatte sie uns alle 4 fest im Griff, danach ging’s. Malou‘s Geheimwaffe gegen die Übelkeit war die Liegeposition. Essen, spielen, zeichnen, Zähne putzen. Eigentlich fand man sie nur am Klo sitzend. ;) Die richtige Überraschung war allerdings Nila. Zu Beginn mein größtes Sorgenkind, hatte sie ab Tag 3 einen unerschütterlichen Magen. Sie spielte kopfüber, konnte lesen, hatte stets gute Ideen fürs Mittagessen, nur Schule ging nicht, da wurde ihr dann doch irgendwie schwindelig...🤔;))

Langeweile?

Für Malou kein Thema. Und bei Nila dauerte es 8 Tage, bis sie einen kleinen Durchhänger hatte. Insgesamt haben uns die 2 echt schwer beeindruckt. Es gab kein Quengeln, keine Anklage, als wäre es völlig normal 2 Wochen non stop auf dem Boot, mehr oder weniger zu liegen, weil es einen sonst umreißt, nur Wasser, kein Baden...da könnte man auch mal sauer werden.

Ach ja, und Gerhard war wohl auch langweilig, er zeichnet seit Neuestem...

Der schönste Tag...

Eindeutig Malou’s Geburtstag. Unsere Malou wurde nämlich mitten am Atlantik 4 Jahre alt und war mit ihrer Party vollauf zufrieden. HAPPY BIRTHDAY kleine Meerjungfrau!



Und Müdigkeit?

Kein großes Problem. Bei mir ab der 2. Woche auf See eher das Gegenteil. Ich war daueraufgekratzt und konnte fast gar nicht mehr schlafen...legte sich zum Glück gegen Ende wieder.

Ein größeres Problem (von dem ich noch nie gelesen habe und ich erst mal googeln muss...) stellte für uns das Essen dar. Nicht das wir nix vertragen hätten, man mochte irgendwann nichts mehr, Appetit vergangen. Der Grund? Es schmeckte einfach alles total süß. Selbst Zitronenwasser. Kreislauf ist auch nicht auf der Höh, ab und zu dann doch mal flau vom Schaukeln, also so ein Seemannsleben rein körperlich eine anstrengende Sache.


Angst?

Nein, zu keiner Zeit, aber Respekt immer. Jeder Schritt an Bord muss sitzen, keine Stolperer, waghalsigen Manöver an Deck, absolutes Verletzungsverbot, denn helfen kann man sich mitten auf dem Atlantik nur selber. Und die Möglichkeiten trotz Arzt an Bord sehr beschränkt...


Wind und Wetter.

Perfekte Bedingungen. Keine Flauten, keine Stürme, aber ordentlich flotter Wind. Uns wars recht so, war ja doch keine Kreuzfahrt.


Insgesamt betrachtet war die Zeit am Wasser eine sehr kuriose Erfahrung und jetzt, so kurz danach schwer einzuordnen.

Ob man diese Erfahrung machen muss, es sich lohnt? Also wenn man sich komplett ausklinken möchte, Zeit zum Nachdenken braucht, ja, das ist der Ort. Wir wollten eigentlich nur mit unserem Boot in die Karibik, den Rest gabs gratis dazu😉.


Und da sind wir jetzt und freuen uns auf all die schön klingenden Inseln. Den Anfang macht Grenada, hier feiern wir morgen Weihnachten und das nicht allein! Regina, Tom und Henrik sind da!!!


Wir wünschen Euch allen ein schönes Weihnachtsfest,

sagen Danke für all die lieben Wünsche und Gedanken mit auf unserem Weg, sie haben uns weit getragen💨❣️


Alles Liebe,

Tanja, Gerhard, Nila & Malou.

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