• SV Three Little Birds

Goodbye Birdy...sea you in the Mediterranean

Aktualisiert: Juni 20



Das wars mit der Karibik, wir sind auf dem Weg ins Mittelmeer! Wir Mediziner würden unseren Karibikabsprung am ehesten als „langsames Ausschleichen“ bezeichnen, es hat am Ende nämlich doch deutlich länger gedauert als geplant!

Durch die Verspätung des Cargoschiffes hatten wir ja schon ein Extramonat in der Karibik bekommen und als das Schiff dann da war, sah es wieder so aus als müssten wir die Abreise verschieben....


Aber vielleicht der Reihe nach:

Zurück von Bird Island ankern wir in Jolly Harbor auf Antigua und bereiten unser Boot fürs Verschiffen vor. Es wird aufgeräumt und geputzt, Solarpanele werden abgebaut, Bimini entfernt und wir nutzen den wohl einzigen windstillen Tag in den letzten 6 Wochen zum Runternehmen der Genua.


Genoa down because Birdy doesn‘t need it on her way back over the Atlantic. We ship!


Wir sind fertig und bereit und erhalten unseren (hoffentlich letzten;) Verladetermin!

Der Loadmaster hätte dann noch gern, wenn wir das Verbindungsseil an der Spitze zwischen unseren beiden Masten lösen, sonst wirds schwierig für den Kran „and we may cause a delay“, sagt der Komiker.

Stehen unsere Masten auch fix ohne diese Leine? Gerhard sagt ja und ich will ihm glauben. Also rauf in den Mast, Bolzen entfernt und es schnalzt zwar ordentlich, aber die beiden Masten bleiben stehen. 😅

up in the mast


Danach geht es weiter nach St. John, unsere letzten 10 Seemeilen durch das türkise karibische Meer. Ohhh wir werden das vermissen, das wissen wir jetzt schon.

In St. John ankern wir gegenüber vom Verladepier und beobachten, wie früh am nächsten Morgen die Symphonie Sun, unser Transportschiff für die Birdy nach Palma de Mallorca, endlich ankommt. Hallelujah! Aber irgendwie hab ich sie mir größer vorgestellt.🧐


Going into St. Johns harbor...and even here its turqooise in Antigua

Wir sind gleich das zweite Boot das verladen wird und trotzdem nicht weiter verwundert, als es sich dennoch nicht ausgeht. An karibischer Gemütlichkeit hat es nicht gelegen. Schuld war der riesige 80 Fuß Katamaran, der als erstes verladen wird und eigentlich zu groß ist für die kleinen Kräne auf dem Cargoschiff. Aber die Crew hängt sich rein und nach mehreren Versuchen steht er spät abends fest verzurrt und angeschweißt an Deck und wir werden auf morgen 7.30 Uhr verschoben.


one looong day of waiting to get 3lb lifted up on the cargo but no.....and the next morning not yet ON the cargo but at least alongside


Okay, EIN weiterer Tag Verspätung angesichts der gut 30 davor eigentlich kein Problem.

Und morgen ist mein Geburtstag, das muss doch Glück bringen.

Pünktlich 7.30 nächsten Morgen stehen wir also längsseits an der Bordwand, doch es gibt starken Wind mit noch stärkeren Böen! Verladen unmöglich!

Da hilft auch der Birthday Bonus nix.


We can’t load our ship, so I get a birthday donut - and the girls also of course


Unsere ‚Arbeit‘ ist aber getan, ab jetzt übernimmt der Loadmaster und die Crew des Cargoschiffes die Birdy und verspricht sie zu verladen, sobald der Wind nachlässt.

Es fühlt sich komisch an unser „Zuhause“ zurück zu lassen, aber nachdem wir nicht mit über den Atlantik fahren sondern fliegen, müssen wir los.

Schnell einen Flug buchen, zwei mal Antigentest dazu, die sind negativ, dann kann’s also los gehen.

Wir fliegen von Antigua nach London und 8 Stunden später sind wir angenehm ausgeruht (nicht nur Hollie konnte sich zum Schlafen ausstrecken in diesem beinah leerem Flugzeug) auf der anderen Seite des Atlantik. Wow!!!


Empty airport and almost empty plane on our flight Antigua-London


In London laden 12Grad Celsius nicht gerade zum Bleiben ein, aber eine Nacht muss sein, denn am selben Tag geht kein Flug mehr nach Mallorca. Dafür gleich in der früh am nächsten Morgen.

Doch für uns ZU früh wie sich herausstellt!!! Flieger verpasst!!! Tatsächlich.

What is wrong in this picture? Right, the plane is about to leave! 😲Without us!


Ein lustiges Detail am Rande: Bisher ist es uns genau einmal zuvor gelungen einen Flug zu verpassen, nämlich genau hier in Stansted und mit natürlich genau der selben Linie! Ist schon 25 (!) Jahre her und wenn wir in diesem Abstand fortfahren mit der neuen Tradition, gehts ja eigentlich.;))

Tja das Leben an Land läuft halt etwas schneller und an uns gerade etwas vorbei. 😉Aber was soll man auch erwarten, nach 2 Jahren auf einem Segelboot gemütlich durch die Karibik? Bei der Reisegeschwindigkeit kommen wir einfach nicht mit.

Aber wir versuchen es gleich am nachmittag noch einmal, da gibts den nächsten Flug nach Palma.

Das Cargoschiff soll in 2 Wochen mit unserer Birdy in den Hafen von Palma de Mallorca einlaufen. Um doch noch vorher dort anzukommen, haben wir also noch ein paar Versuche...ich bin zuversichtlich;))))


Also bis bald (🤞) auf Mallorca und Euch auch einen schönen Reisesommer! 😘✈️

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