• SV Three Little Birds

Ein Jahr unter Segel

Aktualisiert: 15. Juli 2020



Genau vor einem Jahr haben wir unser Haus in Graz verlassen, alle Taschen ins Auto gestopft und uns auf den Weg zur „Three Little Birds“ nach Sizilien gemacht.



Von dort sind wir dann gestartet und wir sind weit gekommen in diesem Jahr...

Zeit für ein kleines Resümee.


Wieviel Seemeilen haben wir in diesen 12 Monaten zurück gelegt?

6700 nautische Meilen. Im Mittelmeer viele davon unter Motor, weil der Wind war Mangelware. Danach sind wir fast nur noch gesegelt.

Ich weiß gar nicht wo wir das letzte mal unseren Tank aufgefüllt haben?


Höchste gemessene Windstärke auf unseren Passagen?

57 Knoten. Auf unserer letzten Überfahrt von Antigua hierher nach Bonaire. Wir glauben aber nicht so recht daran, denn es war die erste Nacht zwar ordentlich Wind aber irgendwie immer noch zu...gemütlich? ( oder wir sind einfach schon solche Seebären... )



Haarige Situationen an Bord?

Keine. Da unser Boot auch bei Rekordwindgeschwindigkeiten sicher und fest im Wasser liegt.

Obwohl, eine Sache fällt mir da schon ein.

Es war keine große Passage, keine Übernachtfahrt und auch kein Megasturm. Es war auf Menorca und wir wollten nur schnell ein paar Buchten weiter, in den Hafen von Ciutadella, weil der Wind auffrischte und es in unserer Ankerbucht zu wellig wurde.

Diese paar Seemeilen waren dann so gegen den Wind, so wellig, stampfig und nass, so äußerst unangenehm, wie keine andere Passage jemals wieder.

Nach 3 harten Stunden kamen wir fix und fertig in den Hafen. Und da wurde es noch härter...unter Deck war alles nass. Der Boden, der Tisch, die Polsterung im Saloon, es tropfte aus den Küchenkästen, aus unserer Drohne und der Kamera. Die Seitenfenster waren offen! Und das Aufräumen dieses Chaoszustandes war dann erst recht eine ‚haarige Situation‘.


In wieviele verschiedene Länder sind wir auf unserer Reise gekommen?

13 Länder waren es bisher. Und es sollen noch einige mehr werden...


Wo war es am teuersten?

Eindeutig im Mittelmeer. Zum einen gibt es da nicht so viele ruhige (gratis-)Ankerbuchten wie auf den Karibikinseln, zum anderen locken die vielen schönen und teuren Häfen und Inseln zum Geld ausgeben. Und Höchstpreise für Capuccino, Bier und Eis zahlten wir dabei auf Korsika.


Und am billigsten?

Auf dem Atlantik.;)


Am heißesten?

Gleich am Start im Juli in Sizilien. Im Vergleich dazu hat es in der Karibik rund ums Jahr ein unglaublich angenehmes Wohlfühlklima. Superwarm aber mit stetig leichter Brise. Mehr als Bikini oder Badehose braucht man aber trotzdem nicht.




Langweiligsten?

Eindeutig jetzt, unsere Quarantäne hier in der Marina auf Bonaire. Alles ist geputzt, gespielt, geredet, gelesen und geschaut. Wir wollen endlich Bonaire sehen😳


Am Lustigsten?

Der lock down auf Barbuda. So schlimm das Coronavirus in vielen Teilen der Welt zugeschlagen hat(und zuschlägt!), uns hat dieser Stillstand eine unvergesslich schöne und lustige Zeit auf Barbuda beschert.


Wo war es am schönsten?

Wieder Barbuda, Cocoa Point hieß unser Ankerplatz. Und die Tobago Keys erfüllen auch jedes Karibikklischee. Die pontinischen Inseln in Italien haben uns aber auch sehr beeindruckt.




Größte Überraschung auf unserer Reise?

COVID-19.

Denguefieber, Zikkavirus, Tollwut, Durchfall, alles, aber mit einer Pandemie war wirklich nicht zu rechnen.

Abgesehen davon aber hat uns die Karibik selbst überrascht. Wie abenteuerlich, natürlich (mittlerweile auch einsam) man hier reisen kann, ja eigentlich muss. Hätten uns die Karibikinseln mehr nach ‚westlichem’ Standard vorgestellt, aber bis auf die französischen Inseln, trifft das großteils nicht zu. Und hier und da (Resorts sei Dank) findet man dann doch wieder den perfekten Milchschaum auf seinem Cappuccino. ;)


Besucherstatistik?

Drei.


Was fehlt uns in unserem Leben an Bord eines Schiffes/am Wasser?

Erstaunlich wenig. Materielles lässt sich besorgen, mit Familie und Freunden gibts immer mal wieder whats app und auch wenn wir daheim auf weit mehr Quadratmetern wohnen, ist auch der Platz kein Thema. Man lebt draußen und das Genießen wir. Manchmal fehlt uns aber sicher Bewegung.

Und Nila? „Meine Freundinnen. Punschkrapferl. Und Luna und Bisi(Pferde).“

Malou? „Ein Fahrrad. Und mein Kaugummi, weil ich den grad runter geschluckt hab😖“


Und was haben wir für unser zweites Jahr geplant?

Tja die Pläne...immer noch nicht recht die Zeit dafür. Eigentlich wollten wir unserer Birdy eine Pause von uns gönnen und gerade mit einem Camper durch Kanada fahren. Und wieder mal in eine Großstadt, New York zum Beispiel...

Aber nix da. Jetzt cruisen wir die Hurricanzeit über eben auf Bonaire, Curacao und Aruba herum.

Ende November stechen wir dann wieder so richtig in See und segeln nach Norden. Puerto Rico, vielleicht auch Kuba, British Virgin Islands und unbedingt ganz viel Bahamas...


So, ich glaub das reicht erst mal. Genug Text.

Wünschen Euch allen einen schönen Ferienstart und gelungenen Sommer, auf dass Ihr auch ein gemütliches coronafreies Eckerl findet!!!

Eure Birdies ❣️🇦🇹

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