• SV Three Little Birds

Bon Bini auf Bonaire


Auf Bonaire spricht man Papiamento und für uns klingt das irgendwie lustig. Mit Bon Bini heißt man uns hier Herzlich willkommen , meint mit dushi lieb und Danke heißt Danki. Süß oder?

Von rund 300.000 Menschen auf den ABC Inseln wird die Kreolensprache Papiamento gesprochen und sie ist neben holländisch die zweite offizielle Amtssprache. Viele Holländer haben sich hier angesiedelt und Bonaire macht mit seinen 18.000 Einwohnern einen durchaus europäischen Eindruck. Und gehört politisch gesehen als besondere Gemeinde der Niederlande ja auch irgendwie dazu.

Wir stehen an einer Boje direkt entlang der Stadtpromenade von Kralendjik ,der Inselhauptstadt und das ist ein echt ungewöhnlicher Stellplatz. Vom Deck aus beobachten wir vorbeifahrende Autos, Bonairer beim Stadtspaziergang, schwimmen schnell mal zum Spielplatz oder auf einen Kaffee. Springen wir vom Boot ins Wasser, schnorchelt man in klarstem Türkis zwischen Papageienfisch und Octopus. Und unter unserem Boot wohnen zwei Seepferdchen. Fühlt sich an wie eine Stadtwohnung im Meer...



Neben einer intakten Unterwasserwelt hat Bonaire aber noch mehr tierisches zu bieten. Flamingos!

Dieser southern caribean flamingo heißt chogogo und in den Salzbassins an der Südspitze von Bonaire findet er den perfekten Lebensrraum. Es gibt genug Krabben zu fressen, die verleihen ihm die pinke Farbe und romantisch findet es der Flamingo hier auch. Paarungszeit ist von März bis Juli und haben sich zwei Flamingos gefunden, bleiben die auch ein Leben lang zusammen. Abwechselnd brüten sie dann ihr Ei , obwohl nein, nicht brüten, das erledigt das Klima, sie schützen es vielmehr vor dem Kochen! Sonst wirds hier schnell mal zum Spiegelei...



Das Salz spielt hier von jeher eine wichtige Rolle. Schon in der Kolonialzeit war das weiße Gold den Holländern was wert und Sklaven aus Afrika wurden zur Salzgewinnung verpflichtet. Die Sklavenhäuschen für die fleißigen Arbeiter stehen auch heute noch an Ort und Stelle gleich neben den Salinen, doch sind sie mittlerweile zum Glück unbewohnt.


Sklavenhäuschen. Sind in echt so mini wie sie aussehen...grad Malou konnte reinkriechen


Die Saline ist aber immer noch aktiv. Große Mengen an Salz werden hier abgebaut und direkt an der Küste auf Schiffe verladen. Das alles passiert weitgehend ohne künstliche Hilfsmittel. Über schmale Kanäle drückt die Flut Meerwasser in große Auffangbecken, Wasser verdunstet, das gelöste Salz reichert sich an, wird gemahlen, getrocknet und zu riesigen Salzbergen zusammengeschaufelt. E voila, Bonaire seasalt zum (Flamingo;)Spiegelei!



Salzberge fertig zum Verladen



Außer Salz ist der Insel aber nicht viel abzugewinnen. Das Hinterland von Bonaire gleicht einer Halbwüste. Wir brettern über staubige Schotterpisten, vorbei an riesigen Kakteenwäldern und braunen Büschen. Die Landschaft beeindruckt. Wir treffen auch zahlreiche wilde Esel und fragen uns was die hier zu fressen finden?





Bonaire ist eine etwas andere Insel und hat viel zu bieten. Gut so, denn wir bleiben eine Weile und haben noch so einiges vor.;))

Als nächstes wollen wir uns die Unterwasserwelt genauer ansehen. Und das hiesige Krankenhaus...aber mehr dazu im nächsten Beitrag.

Bis dahin noch schöne Ferien,

Eure Birdies🤗



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